Kategorie: Restaurants

Roh kann auch cool sein: Das Daluma in Berlin

Roh kann auch cool sein: Das Daluma in Berlin

  Heute gibt es wieder etwas aus Berlin auf die Augen. Also, wer hier wohnt oder bald einmal eine Reise mit roher Lust, gen Osten machen möchte, aufgemerkt. Lange habe ich um das Daluma am Weinbergsweg (die Verlängerung der Kastanienallee) einen Bogen gemacht. Zu kalt, […]

Flüssiges Glück – perfekte Smoothies II

Flüssiges Glück – perfekte Smoothies II

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Artischocke, meine bittere Ausnahme

Artischocke, meine bittere Ausnahme

Teller mit Artischocke
Artischocke meine bittere Ausnahme

Oft werde ich gefragt, ob ich denn wirklich nie eine Ausnahme mache? Immer alles roh? Nichts Warmes? Nichts Gekochtes? Nicht ein einziges, kleines Brötchen? Eine winzig Kleine Sünde, vielleicht??

Die ersten Jahre konnte ich guten Gewissens sagen. NEIN. Ich habe tatsächlich keine Ausnahmen gemacht. Ich war so unendlich dankbar dafür, von meiner fürchterlichen Krankheit geheilt zu sein, die mich 20 Jahre daran gehindert hatte, am Leben teilzunehmen. Und ich war so froh, mit 60kg weniger durch mein neues Leben zu hüpfen. Nicht ohne Peinlichkeit muss ich zugeben, dass ich am Anfang nicht nur mir gegenüber, sondern auch zu allen anderen, recht streng war. Meine liebe Umwelt hat eine Menge mit mir durchgemacht. Habt Dank dafür, Ihr Guten. Natürlich ist das psychologisch leicht erklärbar und zwingend notwendig. Einen so umwälzenden, alles verändernden Schritt, hält man nicht durch, wenn man immer mal wieder am Alten nippt Weder die Zunge, noch die Genusserinnerung kann sich dann vollständig lösen und sich auf das Neue umstellen. Darum sind neue Nichtraucher am Anfang ja so radikal Rauchern gegenüber. Weil es diese strenge Zeit braucht, in der die Motivation stärker ist, als die Sucht. Und die Motivation beziehen wir solang über die Überzeugung. Das geht leider am Anfang nur radikal.

Nach einem Jahr waren alle alten Gelüste oder Sehnsüchte vollständig verschwunden. Ich hatte ja so unfassbar viele Geschenke für meinen Körper und mein Leben bekommen, dass meine Motivation intrinsisch geworden war. Sie kam nun ganz einfach von innen und ich musste mich nicht mehr disziplinieren.

Ich kenne mich und mein Suchtverhalten. Ich weiß, dass mein inneres Tier ein mächtiges Wesen ist. Der allbekannte Schweinehund ist ein schnurrendes Kätzchen dagegen. Darum muss ich immer sehr genau im Blick behalten, was ist eine Ausnahme, die zu einem entspannten Leben beiträgt und für die ich mich klaren Geistes entscheide und wo belüge ich mich selber, um mal wieder etwas zu essen, wonach mich heimlich gelüstet. Seit ca. einem Jahr fühle ich mich so sicher, dass ich mir seltene Ausnahmen erlaube.

Das rohe Essen schmeckt mir ausnehmend gut, sättigt enorm und erfüllt alle Ansprüche an lukullische Genüsse. Das ist nicht der Grund für Ausnahmen.

Der Grund ist mein Nachbar. Das Restaurant The Grand in der Hirtenstraße. Ich kann nicht anders. Ich liebe diesen Laden. Alleine die Einrichtung: eine schicke Mischung aus Eleganz, morbidem Charme und stilvoller Kreativität. Das die Karte die Berliner Prominenz magnetisch anzieht, liegt (leider) an der exklusiven Fleischauswahl – und Menge. Der Veganer in mir zuckt immer, wenn die Steinplatten mit Koberind zu Herrn Teufelsgeiger, Frau Schauspiel-Ikone oder Familie Rammstein-Gitarrist geschleppt werden.

Darum berührt es uns so besonders, mit welcher Freundlichkeit, Zugewandtheit und Offenheit wir als rohe Gäste angenommen werden. Das Servicepersonal heißt uns jedesmal warm willkommen, obwohl, man ja fairerhalber bedenken muss, dass unsere Rechnung hinterher naturgemäss um ein Vielfachs kleiner ausfällt, als die, unserer Nachbarn. Daniela, Katja, Ina…..ich wünschte, ich hätte mir die Namen der freundlichen, anderen Mitarbeiter alle gemerkt, denn von allen werden wir so herzlich bedient, dass es sich anfühlt wie „like coming home“. Und das gilt für jeden einzelnen Gast des stets vollbesetzten Restaurants.

Und zwar nicht, obwohl wir immer das Rohe essen, sondern gerade deswegen. Es ist eine Freude, wieder schön essen gehen zu können, ohne sich erklären oder entschuldigen zu müssen. Manchmal bringe ich Ihnen von meinen rohen Produkten mit und freue mich, dass es ihnen schmeckt und ich etwas zurück geben kann. Marcel, der Koch, kommt häufig aus eigenem Impuls an unseren Tisch, um mit uns zu überlegen, was er uns Rohes jenseits der Karte zaubern kann. Wenn wir uns rechtzeitig anmelden, bekommen wir statt frisch gebackenem Brot und diversen Dipps, Gemüsesticks mit Avocadocreme als Einstieg. Danach schaut er, was er so Schönes in der Salat- und Gemüseecke für uns hat. Und stellt interessierte, kluge Fragen. Jaaa…und dann.. gibt es die Ausnahme, die ich angekündigt habe. Leckere, gekochte Artischocken mit diversen, rohen Dipps. Wir plaudern ein Stündlein und zupfen dabei die Blätter ab, dippen sie ein und hmmm. Das ist unser Fondue. Oh, wie ich die Artischockenböden lieben gelernt habe. Dieser Genuss ist mir über 50 Jahre vorher entgangen. Und mein Gewissen schlemmt entspannt mit, weil die Bitterstoffe der Artischocke, auch gekocht der Leber und Galle ordentliche Dienste leisten.

Gestern waren wir den ganzen Tag bei Vitasprosse, dem Rohkost- Unternehmen, das meine Produkte produziert. Drei Stunden Hinfahrt, drei Stunden Gespräch, drei Stunden Rückfahrt. Danach ging nichts mehr. Dachten wir.

Oder doch eben auf die andere Straßenseite huschen ins The Grand? Au ja.

Und dann wurden wir wieder so offen und warm empfangen, die kurzen Gespräche mit unserer Kellnerin Daniela so erfrischend und herzlich, dass es auf einmal ganz leicht war, herunter zu kommen, Kraft zu schöpfen.

Als Thomas mir dann noch seinen Artischockenboden zusätzlich abgab, saßen wir satt und glücklich zwischen den Alles-Essern und der Tag entpuppte sich als rundum erfolgreich.

Rohköstler haben es so gut.

Superfood & Organic Liquids …mein neuer Smoothie Dealer

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  Seitdem ich mich büROHköstlich ernähre, also eine einfache, leckere, alltagstaugliche Rohkost lebe, habe ich in der Küche nicht mehr viel zu tun. Der Schwerpunkt liegt seitdem auf Genießen und Leben und nicht auf werkeln. Immer schon habe ich die Menschen bewundert, die mit Lust […]