Oh happy Day …. mein Schlemmer Samstag

Oh happy Day …. mein Schlemmer Samstag

Ausnahmen in der rohen Ernährung

Oft sehen mich Umsteige-Willige an, als sei ich Buddah persönlich und fragen, „Machst Du denn nie eine Ausnahme???“

Tatsächlich mache ich mit wenigen Ausnahmen, wenige Ausnahmen. Einfach, weil ich so bin. Mir bereitet es sogar Befriedigung, meinem inneren Tier zu zeigen, wer die Herrin im Hause ist. Gerade, wenn es sein Maul besonders weit aufreißt. Will meinen, wenn es mir besonders eindringlich schildert, wie unwiderstehlich das Gefühl wäre, wenn ich dies, oder jenes jetzt einfach äße, sagte oder täte und dass es doch eigentlich auch nicht so schlimm ist. Oder ?!?!

Dabei sitzt es zähnefletschend auf meiner Schulter, lächelt gierig, scheinheilig und süffisant. Bückstabü. Lass das sein, fass das nicht an, sag einfach nein. Ihr kennt das auch? Aber sicher. Es ist ganz leicht, mal eben nachzugeben und die Mitmenschen, die sich im freiwilligen Verzicht nicht üben wollen, sind froh, wenn sie damit nicht alleine sind und unterstützen uns darin, schwach zu sein, anstatt uns zu helfen, das für uns Richtige zu tun. Selbst wenn es unübersehbar ist, dass es uns schadet.

 

Der Versuchung widerstehen heißt das innere Tier im Griff haben

Und hinterher fühlt man sich klein, ausgeliefert und wie ein Versager. Weil ich mein Tier schon so lange kenne, verliere ich es nie aus den Augen. Wenn meine Freunde, oder mein liebster Gatte darüber resümieren, wie diszipliniert ich doch sei, dann weiß ich es besser. Ich lebe in einem lebenslangen, immer währenden Kampf um die Oberhand, das stählt und macht etwas unempfindlicher, gegen die geschickten Einflüsterungen. Aber aufgemerkt, das Biest erlaubt kein Zurücklehnen, gibt nie Ruhe. Das ist kein Drama, weil in unterschiedlicher Ausprägung jeder Mensch so eines hat, und sei es nur eines, dass mit „Was sagen die anderen dazu, was denken die von mir?“ die Macht über die Lebensfreude übernimmt.

Es könnte sich lohnen, sich dessen bewusst sein, wenn man das Heft in der Hand behalten will. Ach, nur dieses eine Mal. Ach, man muss sich auch mal etwas gönnen. Ach, andere tun das doch auch. Ach, das merkt doch keiner. Ach, von einem Mal fällst Du ja nicht gleich tot um. Ach, man muss ja auch nicht immer perfekt sein. Ach, sei doch nicht so ungesellig Und so weiter und so weiter. Ich habe dieses elende Tier (bei anderen mag es ein Schweinehund sein, bei mir ist es ein sabbernder Drache) früh erkannt und war mir stets bewusst, dass ich anfällig bin. So habe ich mit Mitte Zwanzig aufgehört Alkohol zu trinken und zu rauchen. Keinen Schluck mehr seitdem. Nicht weil ich am Rande zum Alkoholiker stand, sondern weil ich das letzte Wort in meinem Körper behalten wollte. Dass ich dennoch bis auf 120kg kam und schwer krank war, ließ sich bis heute nie genau erklären, hat sich aber aber mit dem Tag des Rohkost Umstiegs nonchalant erledigt. Darüber erzähle ich bei Gelegenheit ausführlicher. Dieses Tier lebt von Sehnsucht, Gier, dem Gefühl nicht genug und etwas vorenthalten zu bekommen. Das nährt es.

 

Der Happy Day nährt Freude und bringt den Stoffwechsel in Wallung

Oh happy Day …. mein Schlemmer Samstag

Weil ich das nicht möchte, nähre ich lieber meine Freude. Mit dem Happy Day. Dem Samstag. Seit über 20 Jahren ist der Samstag der Tag des Über-die-Stränge-Schlagens. Das ärgert mein inneres Sabotage-Tier und freut meinen Stoffwechsel, der einmal wieder ordentlich in Wallung kommt. Gut, dass mich früher niemand dabei sehen konnte, wie ich Freitag nachts im Bett lag und mir mit nassem Mund vorgestellt habe, was ich morgen alles essen werde. Auch für das Verschwinden dieser entwürdigenden Nächte, habe ich der Rohkost zu danken. Alles Vergangenheit Jetzt, seit Jahresbeginn, da ich mich dafür entschieden habe, bis Ostern keine zuckerhaltigen Lebensmittel wie Früchte, Trockenobst ,  rohe Süßigkeiten und (heul) keine rohe Schokolade zum Kaffee, zu mir zu nehmen, ist der Happy Day wieder interessant. Am Samstag esse ich rohe, vegane Schokolade von Ombar und rautehesse zum Kaffee und ich würde gerne sagen, ich freue mich, wie früher, die ganze Woche darauf. Aber „blöderweise“ funktioniert das MohnZimtÖl von Mazdaznan. Es nimmt jedweden Heißhunger und die Gier auf Süßes, Fettiges oder Kaffee verschwindet von Woche zu Woche mehr. Und damit auch die Freude auf die samstägliche Schokolade und an der unglücklichen Kombination von Kaffee und Schokolade. Sogar der Kaffee verliert seinen Reiz. Die unbändige Freude auf das tägliche 11.00Uhr Ritual, verblasst wie im Nebel und ich frage mich: was denkt sich das Biest als nächstes aus, wenn es mich mit Kaffee und Schokolade nicht mehr locken kann? Egal, ich werde ihm widerstehen.

Das schult ja auch die Kreativität und Erfindungsreichtum und hält wach und jung.

Oh, happy Day!

 


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