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BüROHkost Viel Genuss für wenig Geld

BüROHkost Viel Genuss für wenig Geld

Letzte Tage stand ich wieder einmal mit einer Dame zusammen, der es gesundheitlich gar nicht gut ging. Wir unterhielten uns über Rohkost und erneut hörte ich den Satz: „Ich würde das ja gerne probieren. Habe schon oft gehört, dass es gerade bei meinen Beschwerden Wunder […]

Rohkost für Alle – feines Wirsingsüppchen

Rohkost für Alle – feines Wirsingsüppchen

Die letzten drei Tage gab es das gleiche Mittagessen bei uns. Und ich bin immer noch scharf drauf. Gleich mache ich es wieder. Das feine Wirsingsüppchen Eine warme Wirsingsuppe aus nur drei Zutaten. In zwei Minuten gefertigt, sehr aromatisch im Geschmack, samtig cremig auf der […]

Genuss auf Metropolen Niveau in Warendorf – Die Minibar

Genuss auf Metropolen Niveau in Warendorf – Die Minibar

Genuss auf Metropolen Niveau in Warendorf

Die Minibar

Guter Sevice in der Minibar
Guter Service in der Minibar

Am letzten Samstag genossen mein Liebster und ich, wieder einmal den Luxus, unseren dünnen Kaffee im Cafe Minibar in Warendorf zu schlübbern.

Während wir auch wie immer aufmerksam verwöhnt wurden, die lebendige, kreative, entspannte Atmosphäre inhalierten und den perfekten Kaffee genossen, fiel mir auf, dass ich hier immer nur über Erfahrungen aus Berlin erzähle. Ich lebe ja schließlich fast zur Hälfte der Zeit auf dem westfälischen Land..

Dabei ist das neue Cafe Minibar in Warendorf für all die Genießer ein Geschenk, die auch auf dem Lande, in einer Atmosphäre kreativer Kultiviertheit, exzellenten Kaffee trinken möchten.

Der Kaffee, der Münsteraner Rösterei Röstbar, aus Brasilien und Honduras stellt die Geschmacksnuancen und Kaffee Qualitäten aller Cafes im weiten Umkreis in den Schatten. Der Duft nach Schokolade, Nüssen und Karamell des Kaffees aus Honduras, regt bereits beim frischen Malen an der kleinen Theke, zum Träumen an.

Vor Allem wird er unter anständigen Anbau- und Verdienstbedingungen für die südamerikanischen Kleinbauern in kleinen Kaffeegärten gepflegt. Und diese Energie trinkt man mit. Und spürt das. Finde ich.

Peter Grewer, Künstler, Fotograf und Kaffeegourmet, ist seit Sommer 2017 der aufmerksame Gastgeber in der Minibar am Warendorfer Markt. Einem der schönsten und repräsentativsten Adressen der kleinen Stadt.

Der Name Minibar findet seinen Ursprung in den ausnahmslos kleinen Getränkeflaschen des Angebotes .

Damit hat sich die Analogie aber auch schon erschöpft.

Denn alle ersten Eindrücke sind eher groß – artig.

Das wunderschöne, stilvolle Interieur hat Peter Grewer in monate langer Handarbeit selber renoviert und gestaltet. Weiße Decken, Wände und Fachwerkbalken, dezent pastellig gebeizte, grobe Tische aus Rohholz und an den Wänden gibt es allerhand eigene Kunst zu bewundern.

Qualität, Kunst, Design, Geschmack und eine besondere Gastgeberqualität, bei der man sich als Gast angenommen und willkommen fühlt, ist der Rahmen, in dem man es sich hier gemütlich macht.

Die Snacks und Torten werden nicht als gefrorene Massenware angeliefert, wie in den Caffeketten um die Ecke, sondern von Bäckern, die Peter Grewer persönlich aussucht und kennt, täglich frisch hergestellt.

Wir als Rohköstler können ja nur schauen statt essen, aber meine frühstückenden Freundinnen, mit denen ich die Minibar im Herbst kennen lernte, waren von den gegrillten, gefüllten Chiabatas begeistert.

Ich war auch begeistert.

Vom Service und der Gastfreundschaft des Herrn Grewer.

Ich habe wie immer mein Erstbesuch-Sprüchlein für Cafes ohne Kännchen, aufgesagt.

Ich hätte gerne eine Tasse Filter Kaffee,(der in der Minibar angeboten wird!) aber ich muss sie sehr stark verdünnen. Ungefähr einen Espresso auf 300ml Wasser. Wie könnten wir das lösen?“

Wie immer, wurde mir zuerst ein Espresso in einem Latte Macciatto Glas angeboten.

Das könnte ich mittlerweile schon im Schlaf voraussagen. Und kann es gut verstehen.

Wenn ich der Wirt wäre und es käme eine Irre mit solchen Wünschen, würde ich sie auch erst mal nicht ernst nehmen und mir nicht die Mühe machen, nach zu rechnen was die mir da gerade erzählt hat. Es warten schliesslich auch noch genug andere Gäste auf normalen Kaffee.

Ich bin in Berlin ja beruflich an mindestens vier Tagen pro Woche in großen Hotels oder Cafes, wo ich mich mit Kunden treffe und dort, wo ich noch nicht bekannt bin, muss ich beim ersten Mal stets mein Sprüchlein aufsagen. Bis auf zwei Ausnahmen wurde mir in all den Jahren immer ein Espresso in einem Macchiato Glas angeboten, obwohl ich das Kaffee-Wasser Verhältnis zahlengenau angebe.

Die erste Reaktion war also wie erwartet, aber dann wurde die Minibar zu meiner Kaffee-Insel im Westfälischen. Peter Grewer hat nach ein, zwei Fragen genau verstanden, worum es mir ging kurz darauf hatten meine Freundinnen ihre gegrillten Leckereien und ihren Kaffee, dessen Aromen den Weihnachtsmarkt vor der Tür veredeln. Und ich saß vor einem Press Kännchen mit fantastischem, brasilianischen Kaffee, einer leeren Tasse zum Mischen und vier Karaffen mit heißem Wasser. Dass ich meine eigene, rohe Schokolade dazu esse, wurde nicht nur geduldet,sondern willkommen geheißen und ich durfte ihn und die schönen Servicedamen mit verwöhnen.

Besser geht es nicht. Sechs richtige für Kaffeeliebhaber.

Das einzige, womit ich nicht so glücklich bin, ist die Wärme und die Luft. Ich bin mein Leben lang schon eine Heiße. Im Winter liegen wir nachts bei offenen Fenstern und Minusgraden unter den mummelwarmen Decken. Und meine Füße hängen raus. Ich kenne das Gefühl FRIEREN eigentlich gar nicht. Zu warm leider sehr wohl. Die Minibar nun, ist so mini und so voll, dass ich mich im Laufe der ersten Tasse entblättern muss, beobachte aber, dass alle anderen die Wärme sehr genießen. Aber auch hier kann mir geholfen werden. Zu den Toiletten mit dem Schild „Getränkerückgabe“, muss man über einen netten, kleinen Hof. Es ist halt ein denkmalgeschütztes, Jahrhunderte altes Fachwerkhaus. Dort verweile ich in der Winterluft, bis ich wieder auf normaler Betriebstemperatur herunter bin. Klasse. Das ist ein Service, den ich noch nie irgendwo gefunden habe. Für gewöhnlich muss ich mich immer entblättern und vorsorglich mit einer Kurzarm Bluse unter den Pullovern einkehren.

Und nicht nur ich habe Respekt vor den kleinen Besonderheiten. Das Cafe brummt. Obwohl erst vor wenigen Monaten in einer westfälischen Kleinstadt eröffnet, in der Altbekanntes doch Vertrauen erweckender erscheint, als Neues, sind die dreißig gemütlichen Innenplätze rege belegt.

Im Sommer gibt es 40 Außenplätze zum schönen, alten Markt hin, aber jetzt im Winter müssen wir uns die Innenplätze teilen.

Wenn ich mir die besetzten Tische um uns herum ansehe, sitzen dort all die interessanten, qualitätsbewussten, kreativen, eigenwilligen, klugen Köpfe, die ich so lange gesucht habe.

Peter Grewer wirkt, als sei er zum Gastgeber geboren. Ganz gleich, wie voll jeder Tisch besetzt ist, er und seine fitten Servicekräfte, haben jeden Wunsch im Blick. Ob man ihn nur denkt, oder bereits ausgesprochen hat. Schnell, freundlich, aufmerksam und warm.

Kennt Ihr das Gefühl, wenn man alleine mit geschlossenen Augen am Strand liegt, weil der Schatz losgezogen ist, zwei Cornetto Erdbeer zu holen ? (In unserem Fall holt er natürlich einen Strauß Strandhafer)

Das Rufen der Kinder, das Anschlagen der Wellen am Saum, der Ruf der Möwen …wenngleich alleine, fühlt man sich auf eine geborgene, behagliche Weise mit allem verbunden.

So ging es mir am Wochenende in der Minibar. Thomas war kurz fort, um etwas aus dem Auto zu holen (nein, kein Cornetto) und ich nutze die Minuten um die Augen zu schließen und mich an die Wand zu lehnen. Welch ein heimeliges Gefühl…ein warmer, unaufgeregter Geräuschteppich von interessanten Gesprächen und ich lehne erschöpft mit geschlossenen Augen an der Wand, lächele sacht ….und erhole mich.

Morgen wieder.

Ich freu mich so. Gestern abend haben wir schon die Pflichttermine dieses Samstags hin und her geschoben, bis eine Stunde Honduras Kaffee, (Geschmacksnoten nach Nougat, Schokolade und Karamell), zwei leere Tassen mit sechs Karaffen Wasser, eigener rohe Schoki und liebevoller Service hineinpasste. Die erste Vorfreude des Wochenendes.

Bis morgen

BüROHkost nie wieder Küchenschwade

BüROHkost nie wieder Küchenschwade

Eine besonders beliebte Frage an mich ist, ob es nicht viel umständlicher und zeitaufwändiger ist, rohköstlich zu leben. Trotz meiner büROHkost Infos. An meinem Zeitaufwändchen lasse ich Euch ja durch die büROHkost-Rezepte teilhaben. Kleines Beispiel ist die Zwei- Minuten-Grünkohlpastete für Vera, von dem ich in […]

Yakon Wurzel, die süße Unbekannte

Yakon Wurzel, die süße Unbekannte

Vorhin ist mein ersehntes Paket von Raw Living mit der unfassbar köstlichen Mandel- Zimt- Creme von Jem und einem riesigen Sack voller frischer Yakon Wurzeln angekommen. Lechz, hechel, schlabber. Über die Mandel-Zimt Creme erzähle ich ein anderes Mal. Hier sei nur gesagt. Sie ist der […]

Kastanienfrühstück – Die tröstende Winterspeise

Kastanienfrühstück – Die tröstende Winterspeise

Kastanienfrühstück – Die tröstende Winterspeise

Während meine liebe Freundin Heidrun und ich, vorhin genußvoll die Reste vom gestrigen Broccoli-Endivien Pudding mit Zitronendipp vernaschten, kamen wir auf das Thema Kastanienfrühstück zu sprechen.

Nachdem sie leider wieder gegangen war, kam mir in den Sinn, Euch das Kastanienfrühstück einmal näher zu bringen.

Eine der ersten Fragen, die ich gestellt bekomme, wenn ich erwähne, dass ich vor fünf Jahren die letzte Scheibe Brot gegessen habe, ist: Und was isst Du zum Frühstück? Ich esse als Rohköstlerin bis 11.00Uhr natürlich gar nichts, um den Entgiftungsprozess nicht zu unterbrechen und weil ich mittlerweile vollkommen daran gewöhnt bin. Aber das werde ich einem interessierten Mischköstler nicht erzählen, weil ich ihn dann nur noch von hinten sehe. In dem Land mit dem vielfältigsten Brotsortiment, sitzt der Glaube, ohne Frühstück begänne der Tag nicht gesund, sehr tief.

Wenn ihr es nicht weiter erzählt, lege ich hier ein Geständnis ab. Ich lüge dann nämlich manchmal. Und zähle einige der klassischen, Rohkostgerichte auf, die perfekt als köstliches Frühstück oder Müsliersatz dienen können.

Heute habe ich mir gegen Mittag ein Kastanien“frühstück“ gemacht.

Privat nenne ich es Kastanienbrei, aber ich sehe ein, das klingt nicht so einladend wie Frühstück.

Ich habe häufig erlebt, dass Misch-Esser zwar grundsätzlich bei ihren Essgewohnheiten geblieben sind, morgens aber mit Begeisterung den Kastanienbrei essen. Weil er schnell sättigt, sehr, sehr lecker schmeckt, einfach zubereitet wird und die segensreiche Wirkung unmittelbar zu spüren ist.

Die Edelkastanie ist ein Kind der Buchengewächs Familie und einer der ältesten Bäume Deutschlands. Seit dem 6. Jahrhundert wurden aus den Esskastanien Brot, Kuchen, Kekse, Brei und Suppen hergestellt. Jahrhundertelang galt die sättigende Esskastanie, im Süden auch als Maroni bekannt, als das Brot des armen Mannes.

Man könnte fast glauben, dass sei der Grund, dass der „arme Mann“ trotz seines harten Lebens, halbwegs gesund blieb.

Denn die Maroni hat es in sich. Sie ist eines, der basischsten Lebensmittel überhaupt, prallvoll mit den Vitaminen A, B1, B3,B5 und C, sowie sehr vielen Mineralstoffen und einem Eiweißgehalt von 8%. Natürlich ist sie glutenfrei, warum sie auch heute wieder sehr häufig zum Brot backen verwendet wird. Ihr optimales Omega Fettsäuren Gleichgewicht sorgt für eine ausgezeichnete Nervennahrung, die man auch nach ein paar Tagen des Verzehrs spürt. Man wird ruhiger und gelassener. Die Esskastanie ist eine intensive Gehirnnahrung und wird nicht nur in der Hildegard Medizin für Beschwerden im Magen-Darmbereich eingesetzt. Hildegard von Bingen wies nach, dass sie ein ausgezeichneter Milzstärker und -wärmer sei. Das kann ich mir sehr gut vorstellen, denn das Kastanienfrühstück, dass ich kenne, wärmt den Körper von innen so wohlig und angenehm, dass ich Kunden ab Herbst gerne damit verwöhne. Da es eine natürliche, milde Süße mitbringt, kann auf jede Form von Zucker verzichtet werden und zudem ist es ein sehr fettarmes Gericht. Sättigend und lecker. Sagte ich das schon?

Das Mehl ist ein-bis zwei Jahre haltbar und damit auch ein wunderbarer Vorrat für Tage mit süßen Sehnsüchten, wenn gerade keine pROHlinen von rautehesse RawConcept im Hause sind.

Das erste Mal, lief mir das Gericht über den Weg, auf der Rohvolution in Berlin, die 2018 wieder am 17./18.März stattfinden wird.

Eine Ausstellerin bot Proben des fertig angerührten Kastanien – Frühstückes an.

Ich wollte daran vorbeigehen, weil ich eher eine „Deftige“ als eine „Süße“ bin und außerdem sieht der Kastanienbrei mit seiner cremefarbenen Textur nicht so aus, dass man sich im ersten Moment darauf stürzen würde.

Die Dame war aber so nett und wusste soviel Aufregendes über die Edelkastanie zu erzählen, dass ich ein paar Löffel nahm….und noch einen…und noch einen…. Ich habe es zu Hause sofort nachgemacht und wenn ich jetzt einmal das Gefühl habe, mich belohnen oder trösten zu müssen (im Vertrauen, darum kam ich auch heute auf das Thema), ist das Glas mit dem Kastanienmehl gefragt. So cremig, sachte süß, samtig, fruchtig, sättigend, wärmend —- ja tröstend. Ich weiß im Moment kein anderes rohes Mahl, das bei mir diese Gefühle hervorruft. Meine Kunden, Interessenten und Freunde, denen ich diese wohlige Winterspeise empfohlen habe, frage ich gerne, wie es ihnen damit ergeht. Ich glaube, die Adjektive tröstend und warm sind tatsächlich am häufigsten gefallen. Probiert es einfach mal aus.

*4-5 EL Kastanienmehl oder

*4EL Kastanienmehl und 1EL *Erdmandelmehl

* warmes Kokoswasser oder gefiltertes Wasser (bis 40Grad, mein Wasserkocher ist stufenlos auf alle Temperaturen einstellbar)

*1-2 Äpfel

*Rosinen

*Zimt

*Vanille (geht auch ohne, die Ernte war in diesem Jahr so schlecht, dass sich der Preis für Vanille nahezu verfünftfacht hat)

*Kokosraspeln, wenn gewünscht

Das Kastanienmehl wird mit dem Kokoswasser und den Gewürzen zu einem gefälligen, glatten Brei gerührt

Die geraspelten Äpfel und die Rosinen werden darunter gehoben.

Um diese Jahreszeit gebe ich gerne etwas Lebkuchengewürz und ein paar Spelzen Mandarine dazu. Dann schmeckt es herrlich weihnachtlich.

Damit die Rosinen weich werden, könnte man den Brei eine halbe Stunde oder am Abend zubereiten.

Wer morgens in Eile ist, kann das Gericht einfach abends in den Kühlschrank stellen und morgens mit zur Arbeit nehmen.

So durchgezogen schmeckt er noch runder.

Der Leckerschmecker kann noch saisonales Obst mit etwas Flohsamen oder Chiasamen oder Irish Moos pürieren und beim Verzehr als Sauce darüber geben. Ich mache im Moment Orangen-Zimtsauce dazu.

Fertig.

Bleibt warm.

BüROHpastete Grünkohl oder Schwarzkohl

BüROHpastete Grünkohl oder Schwarzkohl

BüROHpastete Grünkohl oder Schwarzkohl Dieses Mal muss ich Schwelgen. Ohhh, die feine büROHpastete aus Grünkohl. Ich muss Euch einfach mein aktuelles Mittagessen ans Herz legen. Heute morgen stand ich vor der Gemüseauslage in der Bio Company, Dircksenstraße und wusste nicht, was ich wollte. Die Filialleiterin, […]

Flüssiges Glück – perfekte Smoothies II

Flüssiges Glück – perfekte Smoothies II

    In allen deutschen Großstädten, vor Allem aber in Berlin, könnte man im Moment meinen, die Bevölkerung sei kurz vor dem Dehydrieren. An jeder Straßenecke schießen die Saft-und Smoothie-Läden wie Pilze aus dem Boden. Fährst Du heute noch mit Deinem Rad am Antiquariat oder […]

Neues aus der büROHkost Küche schnelle Wrap – bROHte

Neues aus der büROHkost Küche schnelle Wrap – bROHte

Für alle, die sich über den letzten büROHkost Beitrag gefreut haben, gibt es heute ein zweites, leckeres Kapitel – die Wrap-bROHte

Von meiner Begeisterung für die Wrap-bROHte, die mich seit meinem Anfang begleiten, habe ich ja bereits erzählt. Küchenmuffel und Menschen, die viel unterwegs sind könnten sich heute besonders angesprochen fühlen.

Die Wrap-bROHte sind fest genug, um sie z.B. mit Avocadocreme, RawConcept Pestos oder Hanfmus zu bestreichen, mit Tomaten zu belegen und als bROHt zu essen. Aber auch biegsam genug, um sie z.B. mit roher Currymayonnaise und Blumenkohl-Salat zu füllen und als Wraps zu schmausen.

Zudem sind sie monatelang haltbar (einige bROHte bewahre ich testweise bereits seit drei Jahren auf) und haben durch den Dörrvorgang unter 40Grad noch einen beachtlichen Teil an Vitaminen und anderen Nährstoffen bewahrt. Also ein rundum perfektes, rohes Lebensmittel für Reisende und Berufstätige.

Im Auto oder beim Drehen, wenn keine Zeit bleibt, sie zu belegen oder ich vermeiden muss, zu kleckern, esse ich die leckeren Dinger einfach so. Verständlicherweise werde ich dann immer nach diesem seltsamen Lappen gefragt. Darum habe ich in jeder Handtasche eine Tüte mit Wildkräuter- und PizzabROHten zum Verteilen.

Ich habe wirklich noch nie erlebt, dass sie nicht auf Begeisterung gestoßen wären. Trotz der anfänglichen Sorge, weil sie erst einmal ungewohnt aussehen. Das Tolle ist ja, dass man sie einfach genauso würzen kann, wie es am besten schmeckt. Darum sind sie IMMER lecker. Sättigen wunderbar, sind praktisch mitzunehmen und überall zu essen, besonders lange haltbar und sehr sehr preiswert.

Wir schreiben November und seit ein paar Tagen ist es richtig kalt, heute Nacht waren es in meinem Schlafzimmer zwei Grad. Denn bei uns sind nachts immer alle Fenster geöffnet.

Wo es die besten, mummeligen, superwarmen Bettdecken von glücklichen Schafen und mehr als glücklichen Schäfern gibt, die aus dieser Marotte ein angenehmes, erholsames Schlafen machen, erzähle ich in den nächsten Wochen.

Im Garten übernimmt jetzt die Farbe braun das Ruder und ich bringe es kaum über mich, die letzten Wildkräuter, die noch grün sind, verwelken zu lassen. Und mit ihnen alle die wunderbaren Vitamine, Kalzium, Eisen, Mengen an Eiweiß und Mineralien, die erst ab April wieder in großer Fülle frisch zu schneiden sein werden.

Das ist für mich immer der Startschuss für die letzte, großangelegte bROHt-Dörr Aktion des Jahres.

Brennessel, Giersch, Taubnessel, Löwenzahn, Kapuzinerkresse, Franzosenkraut. Das sind die kraftstrotzenden Helfer und Heiler, die jetzt noch ausreichend wachsen.

Klingt nach viel Arbeit? Nix da. Dann würde ich es nicht machen. Mein Essen muss alltagstauglich, schnell, gesund, und vor Allem, sehr lecker sein. BüROHkost eben.

Die Pflanzen kommen einfach in den Mixer, zusammen mit einer der RawConcept Gewürzmischungen, oder dem Swema Gewürz (Beitrag vor vier Wochen) oder all der Würze, die Ihr liebt.

Wasser, klar..muss ja. Wenn irgendein Gemüse weg muss, kommt das mit hinein, das gibt dem bROHt etwas mehr Festigkeit und Milde.

Nachdem der Mixer eine Minute lang einen grünen Brei produziert hat, lasse ich bei laufendem Motor 5-6 EL Flohsamschalen dazu rieseln. Insgesamt ca 3 Minuten mixen.

Jetzt haben wir eine grüne Matsche, die in eine Schüssel umgefüllt wird, in die ich 100Gramm gekeimtes Buchlein von Vitasprosse rühre. Das ist eine genial gesunde Mischung aus gekeimtem Buchweizen und Leinsamen. Das gibt hinterher einen schönen, knusprigen Biss. Jetzt wird die Masse auf die Dörrplatten gestrichen und ab in den Dörrer. Ich gebe zu, dass ist der Arbeitsschritt, der die meiste Zeit in Anspruch nimmt und den ich am wenigsten mag. Aber mehr als 20 Minuten sind es nicht. Nach zwei Stunden werden die Platten umgedreht und die Dörrfolien abgezogen und den Rest macht der Dörrer über Nacht.

Zwei Mixer mit Masse gefüllt, ergeben neun Dörrplatten mit über achtzig bROHten. Ich habe jetzt zwei Dörrer befüllt, weil ich nicht weiß, ob in zwei Wochen das Grün im Garten nicht erfroren ist.

Das Ganze funktioniert natürlich mit jedem Gemüse. Meine Pizza Wraps mache ich genauso, aber mit Paprika, Tomaten und Pizzagewürz, statt Wildkräutern.

Die Aktion hat inclusive Kräuterschneiden, kaum 45 Minuten gedauert, ich habe aber Essen für über einen Monat, selbst wenn ich sie jeden Tag esse und noch Probierhappen weiter reiche.

Für das Frische sorgt dann später im Büro , am Familientisch oder am Arbeitsplatz die Gemüse oder Obst-Auflagen.

Wenn die Zeit drängt, habe ich in einer Hand ein bROHt, in der anderen eine Stange Staudensellerie, Apfel oder weiße Rettichscheiben und beiße abwechselnd ab.

So leicht, schnell, lecker und gesund ist boROHkost. Lasst es krachen.

Um Euch vor schlaflosen Nächten zu bewahren, hier rasch das Rezept für den rohen Blumenkohl Salat.

* Ein Achtel Blumenkohl in der Küchenmaschine zu Reisgröße zerkleinern

* 3EL rohes Mandelmus (gibt es nicht roh im Bioladen, ich bestelle bei Vitakeim)

* warmes Wasser zum Verdünnen des Mandelmuses

* etwas Currymayonnaise

* soviel Salz oder Swema Gewürz, wie gewünscht

* etwas Zitronensaft

* Tamari

Alles mit dem Blumenkohl-Reis vermischen und ein paar Stunden oder über Nacht ziehen lassen. Fertig.

Dauert insgesamt acht Minuten und schmeckt super. Ich benutze die Masse auch als rohe Sushi Füllung.

Artischocke, meine bittere Ausnahme

Artischocke, meine bittere Ausnahme

Oft werde ich gefragt, ob ich denn wirklich nie eine Ausnahme mache? Immer alles roh? Nichts Warmes? Nichts Gekochtes? Nicht ein einziges, kleines Brötchen? Eine winzig Kleine Sünde, vielleicht?? Die ersten Jahre konnte ich guten Gewissens sagen. NEIN. Ich habe tatsächlich keine Ausnahmen gemacht. Ich […]